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Sehenswürdigkeiten in England

Dover Castle

Für viele Touristen ist Dover, an der Südostküste Englands, die erste Station ihrer Reise in das Königreich oder nach Irland. Auf den bereits bei der Fährüberfahrt weithin sichtbaren Kreideklippen thront Dover Castle, der größte und besterhaltene Festungsbau Englands. Die Anlage blickt auf eine 2 000jährige, der Nachwelt außerordentlich gut dokumentierte Geschichte zurück und macht einen Besuch zu einem beeindruckenden Erlebnis. Die Burg gilt als ältestes Beispiel eines konzentrisch angelegten Castles in Europa. Auf Grund ihrer bedeutenden Verteidigungsstellung an der engsten Stelle des Ärmelkanals ging Dover Castle als “Schlüssel zu England” in die Geschichte ein. Die weitläufige Anlage befindet sich heute im Besitz der Denkmalschutzorganisation English Heritage und ist ganzjährig für den Publikumsverkehr zugänglich.

Dover Castle wurde im 12. Jahrhundert auf prähistorischen Wällen errichtet, was auf die Existenz einer Festung bereits in der Eisenzeit schließen lässt. Ältester Teil der Anlage ist ein römischer Leuchtturm, welcher einst eine Höhe von 30 Metern erreichte und zu den höchsten Leuchttürmen Europas zählte. Im Mittelalter wurde der Turm seines Zweckes enthoben und diente als Glockenturm für das von den Angelsachsen errichtete Kloster St. Mary. Wilhelm der Eroberer erbaute einen imposanten Wohnturm, welcher das Herzstück der Anlage bildet und von mehr als sechs Meter starken Mauern umschlossen wird. Ende des 12. Jahrhunderts begann Dover Castle unter Heinrich II. seine heutige Form anzunehmen. Er errichtete den Burgfried, welcher mehreren Belagerungen standhielt und mittlerweile eine Länge von nahezu 1,5 Kilometern aufweist. In das Burggelände integriert ist die um 1000 aus Ziegeln der Römerzeit erbaute Kirche St. Mary. In der Garnisonskirche werden noch heute Gottesdienste abgehalten.

Besucher von Dover Castle erwartet eine 3D-Präsentation über die Belagerung der Anlage im 13. Jahrhundert durch Prinz Ludwig von Frankreich. Ebenso wurde eindrucksvoll nachgestellt, wie sich das Volk auf die Ankunft Heinrich VIII. um 16. Jahrhundert vorbereitete. Als Höhepunkt einer Burgbesichtigung gilt die etwa einstündige Führung durch das unterirdische Gängesystem des Komplexes, welches im Mittelalter angelegt und zu Zeiten der Napoleonischen Kriege ausgebaut wurde. Historische Bedeutung erlangten die unterirdischen Gänge im II. Weltkrieg, als Sir Winston Churchill und Admiral Ramsay von hier die “Operation Dynamo” koordinierten, welche mehr als 300 000 Soldaten das Leben rettete. Authentische Geräusche und Gerüche machen einen Rundgang durch die Wohnräume, die Funkzentrale oder das Lazarett zu einem eindrucksvollen Erlebnis. Eine kleine Bahn sorgt für kurze Wege innerhalb der Burganlage. Von den trutzigen Mauern bietet sich ein herrlicher Ausblick, welcher bei günstigen Witterungsbedingungen bis hin zur französischen Küste reicht.

Schloss

Bildnachweis: Visit Kent